Handtaschen
Nachkriegszeit:
(40er / frühe 50er)

 
Der New Look, der Ende der 40er Jahre weiche, feminine, fließende Formen in die Modewelt einbrachte, setzte sich zum Ziel, die "Trümmerfrau" wieder zur eleganten Dame werden zu lassen.
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Kleine glamouröse
kastenförmige Abendtasche aus Metall mit Handschlaufe aus enggliedriger, beweglicher Metallkordel
Die Tasche lässt sich nach zwei Seiten hin aufklappen und beherbergt trotz ihrer geringen Größe Erstaunliches.

Auf der einen Seite enthält die Tasche im Innenraum einen integrierten Spiegel, Lippenstift, Puderdose, ein Fach für Kleingeld sowie einen Kammhalter.
Auf der anderen Seite befindet sich ein Zigarettenetui.

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.Die Taschen wurden wieder kleiner und zierlicher. Pompadours mit Schlaufe oder eine elegante Unterarmtasche waren am Abend en vogue. 
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Schlicht-elegante rote Unterarmtasche der Firma Goldpfeil  mit rückwärtiger Handschlaufe.
Abendtasche aus bestickter Seide. Innentasche mit kleinem Innenfach für einen Spiegel
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Tagsüber herrschten steife Rahmenhandtaschen mit kurzen Bügeln vor, die sich oft nach oben verjüngten und einen breiten Boden hatten.
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Amerikanische Handtasche im "Spectator"-Look mit passenden Schuhen. Die Tasche ist - wie viele aus dieser Zeit aus "simulated leather".
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Auch in den frühen Nachkriegsjahren herrschte noch Materialmangel, weshalb Handtaschen aus Imitaten und synthetischen Materialien bevorzugt gefertigt wurden. Bald hatten diese sogar einen besseren Ruf als echte Lederhandtaschen – lieber ein gutes Imitat als eine Tasche aus schlechtem Leder.

Neben den traditionellen Rahmenhandtaschen waren eckige Kasten- oder runde schachtelförmige Handtaschen mit Henkel, Schlaufe oder Bügel verbreitet.
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Links: Kleine, runde schachtelförmige Handtasche aus Lederimitat mit Handschlaufe.
Im Inneren offenbart die Tasche ein kleines Stauraumwunderwerk. 

Neben einer Innentasche aus Stoff  für einen herausnehmbaren Spiegel hat sie eine Innenklappe aus  grünem Krokodillederimitat  mit Lasche für einen Lippenstift und eine weitere Lasche darüber für einen Kamm (hier im Bild nicht eingeschoben).
 

Auf der anderen Seite enthält sie eine mehrgliedrige Plastikschiene für Kleingeld und hinter einer zweiten Innentasche aus Stoff eine kleine herausnehmbare Geldbörse aus grünem Krokodillederimitat.

Kastenförmige Handtasche mit passenden Plateauschuhen aus Amerika.

Eine typische Kombination aus der frühen Nachkriegszeit 

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Geldbörse aus Seidentaft  mit Pinup-Motiv in der Form eines Unterhöschens. Ein frivoles Accessoire, welches bei so manchem heimkehrenden Soldaten sicherlich die ein oder andere Begierde geweckt haben dürfte...
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Die Schultertasche, die viele Frauen in Europa an die bitteren Kriegsjahre erinnerte, war jetzt auf dem Kontinent nur noch selten zu sehen – außer bei Reise- und Freizeittaschen, wo man ihre Vorzüge nicht missen wollte.

In Amerika hingegen, das die Kriegsjahre ganz anders erlebt und die Zeit vielmehr als Phase des siegreichen patriotischen Zusammenhalts erlebt hatte, erfreuten sich diese Taschen weiter großer Beliebtheit
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Amerikanische Schultertasche aus Ponyfell (Mexiko-Import) zum Wenden.
Mit ein paar Handgriffen eine neue Tasche.

Gewendet erscheint dann eine Tragetasche aus geprägtem Leder im Country Stil.

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Kurzer Ausblick in die 50er Jahre

In Amerika waren Ende der 40er/Anfang der 50er Jahre Taschen aus starrem Plexiglas oder Kasein mit Acryldeckeln der letzte Schrei. Weil diese Taschen meist wenig komfortabel in der Handhabung und äußerst stoßempfindlich waren, verschwanden sie schon nach kurzer Blütezeit wieder von der Bildfläche. 

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"Lucite"-Handtaschen, USA
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Und noch eine Besonderheit aus den Staaten: Sogenannte "Telephon Cord" Purses. Diese im Unterbau einfachen Stofftaschen wurden außen mit an Telefonkabel erinnernden bunten Hartplastikspiralen beklebt. 
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"Telefonkabel"-Handtaschen, USA

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 Typisch für die 50er Jahren waren Korbtaschen aus Weide, Stroh, Bast oder vielfach aus Imitat dieser Naturprodukte. Sie erfreuten sich im Sommer besonders bei Teenagern großer Beleibtheit.  Häufig waren sie verziert mit gestickten floralen Motiven oder Kunstblumen. Bügel aus Bambus eroberten ab ca. 1954 den Markt. 

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50er Jahre Korbtasche mit Plastikbügel.
Über dem Korb aus naturbelassenem, geflochtenen Stroh ist ein Netz aus feinmaschigem schwarzgefärbtem Stroh befestigt. Die rund geformte Messingschließe ist durch angeschraubte Plastikkugeln an das Netz befestigt.
50er Jahre Badetasche mit Bambushenkel.
Die Innentasche ist aus einem wasserabweisenden gummierten Stoff. 
50er Jahre Korbtaschen:

Eine große Strandtasche aus Kordel und Bast und ein kleines Koffertäschchen aus kunststoffummanteltem Strohgeflecht. Beide mit Lederschließe und Ledertrageriemen.

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